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Zu Besuch bei Ute in Limburg

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Zu Besuch bei Ute in Limburg

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

vor einiger Zeit wurde ich von Ute Netzel, einer ehemaligen Mitbürgerin meiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) aus Limburg an der Lahn angerufen und sie berichtete mir in mehreren Gesprächen von ihrer Tätigkeit als Schuldirektorin der 16. POS Friedrich-Engels in Frankfurt (Oder) und ihrer Schulfreundschaft mit der Leningrader 126. Schule Alexander Kondratjev in der Sowjetunion. Die Bitte Utes war es nun und sie fand dafür keine anderen Ansprechpartner, das noch erhalten gebliebene Schriftgut mit anderen Materialien aus der Schulfreundschaft, die von 1958 bis 1989 währte, an unsere Partei zu übergeben und dieses in einer noch zu findenden Form vielen jungen Genossen und nicht organisierten jungen Menschen zugänglich zu machen. Vor allem aber solle diese Freundschaft, welche von der gegenseitigen Friedensliebe und dem aktiven antifaschistischen Kampf getragen wurde, nicht in Vergessenheit geraten und auch Ansporn für künftige junge Genossen werden. In diesen Sinn vereinbarten wir in einem unsere letzten Gespräche einen Besuch bei ihr, um einander kennenzulernen und ihr Material in Empfang zu nehmen.

Für den 03. Dezember 2023 wurde dann auch schnell ein Tag gefunden, der auch mit dem Vorsitzenden unserer Jugendsektion Tim Schoenmakers (LO Berlin) vereinbar war.

Schon bald nach der Ankunft bei Ute saßen wir bei Kaffee und Kuchen beisamen und stellten uns und unsere Partei vor. Um auch nicht mit leeren Händen zu erscheinen, übergaben wir Ute die neueste Ausgabe unserer Zeitung „Die Rote Fahne“, ein Parteiprogramm und das Protokollband der Konferenz zum 70. Jahrestag der Gründung der DDR, unserer letzten großen Konferenz in Berlin. Besondere Freude bereiteten ihr aber unsere mitgebrachten Fotos von den unterschiedlichsten Veranstaltungen aus diesem Jahr, wie z. B. dem 1. und 8. Mai oder den Ernst-Thälmann-Gedenkveranstaltungen.

Anschließend begann Ute vom werden und wachsen der Schulfreundschaft mit den Leningrader Freunden zu erzählen und verwies auf die hierzu noch existierenden Zeitungsartikel und dem aus Leningrad erhaltenen Schriftgut nebst Freundschaftsvertrag mit der Leningrader Alexander Kondratjev Schule. Sie sprach außerdem über ihre Freundschaft mit Walter Bartel dem damaligen Vorsitzenden des Buchenwaldkomitees und dem gemeinsamen Wirken im antifaschistischen Kampf mit ehemaligen sowjetischen Häftlingen des KZ Buchenwald. Sprachen über die verbrecherische Blockade Leningrads durch die faschistische Wehrmacht, über ihre Opfer, aber auch ihrer Helden, die es wagten die Straße des Lebens über den zugefrorenen Ladogasee zu überqueren und damit mithalfen, Leningrad nicht sterben zu lassen.

1. Ute Netzel in Limburg an der Lahn 03.12.2022

Zum Ende überreichte uns Ute eine schöne Flagge vom Panzerkreuzer „Aurora“, der im Oktober 1917 den Startschuß zum Sturz auf die provisorische Regierung im Winterpalais gab. Jener berühmt gewordener Panzerkreuzer, der den Startschuß zur Großen sozialistischen Oktoberrevolution gab und damit die Epoche vom Übergang des Kapitalismus zum Sozialismus einleitete, in der wir heute immer noch leben und kämpfen. Im Mai 1978 so berichtete Ute, erhielt die Friedrich-Engels-Oberschule diese Flagge vom Kommandeur des Panzerkreuzer „Aurora“ als Anerkennung für die geleistete Freundschaftsarbeit zwischen den Schülern aus Frankfurt (Oder) und Leningrad. Auch durften wir Broschüren, Bücher und Dokumente zur Pionierorganisation Ernst Thälmann, der FDJ, der SED und zu anderen Themen in Empfang nehmen. Hierfür sei Ute noch einmal sehr herzlich gedankt.

Unsere ersten Überlegungen, das Material zur Schulfreundschaft für das bundesweite Jugendtreffen im August des nächsten Jahres zu nutzen und im Anschluß, vielleicht als kleine „Ausstellung“ in allen RO’s in ihren Wirkungsbereich gezeigt werden könnte, gefiel auch Ute.

Gern wären wir bei Ute noch etwas länger geblieben, dennoch mußten wir nach reichlich schönen Stunden des kennenlernen uns auf den Heimweg machen. Herzlich verabschiedeten wir uns von Ute und versprachen auch in Zukunft Verbindung zu bleiben.

Mit kommunistischen Grüßen aus Frankfurt (Oder), Jens

 

 

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