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8. März 2021 - Internationaler Frauentag

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Der 8. März, trägt eine besondere Bedeutung und geht auf eine Initiative von Clara Zetkin zurück. Schon damals standen Kommunistinnen und Kommunisten an vorderster Front, wenn es um die Emanzipation der Frauen und des Proletariats ging. Vieles hat sich seitdem geändert, auch in den kapitalistischen Ländern mussten unter dem Druck der sozialistischen und Frauenbewegung, Zugeständnisse gemacht werden. Oft hat man sich Zeit gelassen, so ist es noch nicht allzu lange her, dass Vergewaltigungen in der Ehe straffrei waren oder dass der Ehemann, der Ehefrau verbieten konnte zu arbeiten.

Wir erinnern uns an den Sozialismus in der DDR, wo es selbstverständlich war, dass Frauen arbeiten und das für den gleichen Lohn, wie Männer. Familien und Alleinerziehende mit Kindern haben sehr großzügige Hilfe vom Staat bekommen, der Schwangerschaftsabbruch war ab 1972 möglich und dementsprechend konnten Frauen zum ersten Mal in Deutschland selbst entscheiden ob sie Kinder bekommen oder nicht. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen wurden Frauen miteinbezogen. Heute im Kapitalismus verdienen Frauen immer noch rund 20% weniger als Männer. Die Ursache der Unterdrückung der Frau liegt im ökonomischen System. Das war jedoch nicht immer so, so bewies Friedrich Engels in seinem Werk „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ dass die Vorherrschaft des Mannes nicht ewig war sondern, dass im Urkommunismus das Mutterrecht galt. Für die Kapitalisten von heute ist es praktisch, wenn Frauen weniger verdienen, übrigens nicht nur in typischen Frauenberufen sondern auch in der Industrie. Der Kapitalist braucht dann für die weibliche Sorgearbeit nicht oder nur sehr wenig zu bezahlen. Doch die Unterdrückung der Frauen zeigt sich nicht nur in der Lohnarbeit, sondern auch in der bürgerlichen Familie. Noch immer ist Gewalt und Misshandlung für viele Frauen Alltag, so wie der Kapitalist den Arbeiter als sein Eigentum sieht, so oft auch der Mann die Frau. Die Kehrseite der bürgerlichen Familie ist die Prostitution. Sie ist weit verbreitet und die meisten kapitalistischen Staaten dulden sie mehr oder weniger. Die Frauen die in der Prostitution arbeiten gehören zu den ärmsten in der kapitalistischen Welt. In den vielen Fällen werden sie unter Zwang oder mit falschen Versprechungen aus den Armenhäusern Europas in die BRD geschafft und zur Prostitution gezwungen. Viele Prostituierte wurden von frühster Kindheit und Jugend an schon misshandelt. Auch dies ist ein riesiges Geschäft.

Wir können feststellen: die Unterdrückung der Frau ist Bestandteil des Kapitalismus, wobei folgerichtig dieser abgelöst gehört. Dieser Kampf ist mit dem Klassenkampf verbunden, denn der Sozialismus kann nur mit der Arbeiterin erkämpft werden. Keineswegs darf es passieren, dass die Millionen werktätigen Frauen ein Reservoir der Reaktion werden. Oft wird der Mann von feministischen Kreisen fälschlicherweise als der Gegner gebrandmarkt, was jedoch nur den Zweck der Spaltung hat und damit den Herrschenden nützt. Mit den bürgerlichen Frauen verbindet die Arbeiterin nichts, denn sie ist an der Aufrechterhaltung der Ausbeutung und lediglich an der Gleichberechtigung an dieser interessiert und damit auch an der Beibehaltung des Systems, welches die große Mehrheit der Frauen unterdrückt.

Als Landesorganisation der KPD in NRW kämpfen wir auch in den eigenen Reihen gegen männliche Überheblichkeit. Deswegen kämpfen wir darum, dass sich Frauen in der Kommunistischen Partei Deutschlands organisieren, um sich gegen die doppelte Unterdrückung, einmal als Frau und einmal als Arbeiterin, zu wehren. Zum 8. März rufen wir: Nieder mit dem Kapitalismus! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Erkämpft den Sozialismus!

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