Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

1. Mai in Frankfurt (Oder)


1. Mai  

Kein Kampftag der Arbeiterklasse, 

nur ein weiteres inhaltloses Brückenfest in Frankfurt (Oder)

Gemeinsam mit unseren Mitstreitern vom Rotfuchs haben auch wir uns zum 1. Mai unters Volk gemischt und am Brückenfest des Frankfurter Maikomitees teilgenommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zum Stellplatz unseres Pavillons haben wir uns letztendlich jedoch gut einrichten können und auch den Genossen der DKP aus Frankfurt und Cottbus einen Platz anbieten können.

Das Maikomitee, welches das Brückenfest organisierte, setzte sich vor allem aus dem DGB Stadtverbund und seinen Mitgliedsgewerkschaften, sowie der Partei DIE LINKE, SPD und anderen Organisationen der Stadt zusammen. Dementsprechend waren auch die auf der Festbühne gehaltenen Reden mit ihren üblichen inhaltslosen Botschaften an die Frankfurter Bevölkerung und einzig in der Friedensfrage gab es Punkte, die von uns in etwa Zustimmung erhalten konnten. Ebenfalls kurz auf der Bühne zeigten sich Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, die besonders am 1. Mai wieder ihre „Volksverbundenheit“ zeigen wollten.

Für unsere DRF liefen wir mehrmals zu zweit über das Festgelände und verteilten ausgiebig ältere Ausgaben als kostenlose Leseprobe an die Besucher. Am Stand konnten wir dagegen nur einige aktuelle Mai-Ausgaben verkaufen und erreichten damit nicht das Ergebnis vom vorigen Jahr. Interesse fanden auch Hefte aus der KPD Schriftenreihe sowie das Parteiprogramm, von dem fünf ausgegeben werden konnten. Ebenfalls offensiv gingen wir mit Frank, seinen Heften um und haben dabei Hefte und ein Buch an Besucher und Gesprächsinteressierte abgeben dürfen. Bemerkenswert war diesmal der Umstand, dass besonders viele junge Besucher an unseren Stand kamen und das Gespräch mit uns suchten. Die Themen dabei waren sehr vielfältig. Sie führten von gegenwärtigen Kriegen und der Friedensfrage zum Bürgergeld und endeten bei diffusem Sozialismus bzw. Kommunismusvorstellungen der Besucher.

Am Rande des Brückenfestes führte die KPF der Partei DIE LINKE eine sonderbare Mai-Demo durch, auf der es keine Eröffnungsrede gab und auch keine Arbeiterlieder zur Demo abgespielt wurden. Lediglich Plakate und Fahnen wurden bei dieser von der KPF bewusst gewollten stillen Mai-Demo mit sich geführt, an der sich ca.15 Teilnehmer beteiligten.

Mit kommunistischen Grüßen aus Frankfurt (Oder), Jens

Verfaßt von: LO Berlin-Brandenburg
Veröffentlicht: 12.5.2024
Zugriffe: 3787
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