Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

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W. I. Lenin - Staat und Revolution


Die Schrift Staat und Revolution verfaßte Lenin im August bis September 1917 in der Illegalität. Den Gedanken, daß es notwendig sei, die Frage des Staates theoretisch auszuarbeiten, hatte Lenin in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 geäußert. Damals schrieb er die Notiz Jugend-Internationale (siehe Werke, Bd.23, S.163-167), in der er die Postition Bucharins in der Frage des Staates kritisierte und versprach, einen ausführlichen Artikel über die Frage Marxismus und Staat zu schreiben. In einem Brief an A.M. Kollontai vom 17. Februar 1917 (neuen Stils) teilte Lenin mit, daß er das Material über die Frage Marxismus und Staat fast fertig vorbereitet habe.

Dieses Material hatte Lenin in kleiner, enger Schrift in einem Heft mit blauem Umschlag niedergeschrieben, das von ihm Marxismus und Staat betitelt wurde. Es ist eine Sammlung von Zitaten aus Werken von Karl Marx und Friedrich Engels nebst Auszügen aus Büchern von Kautski, Pannekoek und Bernstein mit kritischen Bemerkungen, Schlußfolgerungen und Verallgemeinerungen W.I. Lenins.

Nach dem ursprünglichen Plan sollte die Schrift Staat und Revolution aus sieben Kapiteln bestehen, doch hat Lenin das letzte, VII. Kapitel, Die Erfahrungen der russischen Revolutionen von 1905 und 1917, nicht geschrieben. Erhalten ist nur ein ausführlich ausgearbeiteter Plan dieses Kapitels (siehe W.I. Lenin, Marxismus und Staat, Berlin 1970, S.124/125). Zur Herausgabe des Buches schrieb Lenin in einer Notiz an den Verleger, falls er sich „mit der Beendigung des VII. Kapitels zu sehr verspäten oder es übermäßig anschwellen sollte, müßte man die ersten sechs Kapitel gesondert, als ersten Teil erscheinen lassen ...“

Staat und Revolution
Verfaßt von: KPD
Veröffentlicht: 17.10.2026
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Schlagwörter: Kultur
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