Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

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Friedenspolitik


Die Politik der DDR war grundsätzlich Friedenspolitik. Der Klassenauftrag der NVA beinhaltete z.B. die Sicherung des Friedens. Zur Umsetzung der Friedenspolitik der DDR gab es auch den Friedensrat der DDR, als nichtstaatliche Institutionen. Auf kirchlicher Seite gab es die Berliner Konferenz Europäischer Katholiken und die Christliche Friedenskonferenz.

Losung wurde: „Wer den Sozialismus stärkt, der stärkt den Frieden!“

Der Friedensrat der DDR war eine gesellschaftliche Organisation. Ziele und Aufgaben: Eintreten: „für den Weltfrieden, Entspannung, für friedliche Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen, für Abrüstung, Freiheit, nationale Unabhängigkeit und für die Abschaffung von Neokolonialismus sowie Rassismus und für antiimperialistische Solidarität“ . Ihm gehörten etwa 300 Personen der Nationalen Front sowie Personen aus dem kulturellen und politischen Leben und aus den Kirchen an. 

Der Friedensrat der DDR war Mitglied des Weltfriedensrates und entsandte Vertreter in die Nationale Front.

Aus dem Organisationskomitee und aus dem Kreis der Tagungsteilnehmer für den

1. Weltfriedenskongress 1949 wurde dort am 10. Mai 1949 das Deutsche Komitee der Kämpfer für den Frieden gebildet, aus dem der Friedensrat der DDR hervorging.

Im Laufe der Jahre wurde sein Name mehrfach geändert:

  • 10. Mai 1949: Konstituierung in Berlin als Deutsches Komitee der Kämpfer für den Frieden
  • Dezember 1950: Deutsches Friedenskomitee
  • Januar 1953: Deutscher Friedensrat,
  • Juni 1963: Friedensrat der DDR

Der Friedensrat organisierte oder beteiligte sich unter anderem an folgenden Aktivitäten:

  • Aktionen zu zu den jährlichen Weltfriedenstagen;
  • Unterschriften-Kampagne für den am 19. März 1950 verabschiedeten Stockholmer Appell zur Ächtung der Atomwaffen;
  • Konferenzen des Christlichen Arbeitskreises mit Pfarrern und Theologen, erstmals 1952 zur Vorbereitung des Wiener Völkerkongresses;
  • Teilnahme am Völkerkongress 1952 in Wien und an Friedenskonferenzen, 1953 in Budapest, 1954 und 1956 in Stockholm, 1955 in Helsinki, 1957 in Tokio und 1958 in Prag, Organisation des Weltfriedenstages 1984 in Berlin;
  • Aufruf gegen die Politik der „Johnson-Regierung“ in den USA und der „Erhard-Regierung“ in der Bundesrepublik Deutschland im Vietnamkrieg und gegen die „Militarisierung der BRD“;
  • In den 1970er-Jahren Beteiligung in der Bewegung Free Angela zur Befreiung der Kommunistin und Bürgerrechtskämpferin Angela Davis aus dem Gefängnis in den USA;
  • Benennung einer Potsdamer Schule am 1. September 1987 mit dem Namen des amerikanischen Kommunisten, Sänger und Schauspieler Dean Reed.

Der Friedensrat war Herausgeber von:

  • Stimme des Friedens. periodische Mitteilungen des Deutschen Friedensrates
  • Friedenswacht. Internationale Zeitschrift im Kongreß-Verlag Berlin
  • und mehrerer Bücher, unter anderem:
    -- Fritz Köhler: Frieden, Wissenschaft und die Verantwortung der Gelehrten. Friedensrat der DDR, Berlin ca. 1969.
    -- Dokumente der Weltfriedensbewegung – Oktober 1962 bis Dezember 1974.
Verfaßt von: KPD
Kategorie: Lesemappe DDR
Veröffentlicht: 12.2.2019
Zugriffe: 9049
Schlagwörter: DDR
Aktuelle Termine
Gedenktage / Ereignisse
25.10.1917: Beginn der großen Sozialistischen Oktoberrevolution (Datum nach dem alten Kalender in Rußland).
25.10.1967: Uraufführung des DEFA-Films „Die Fahne von Kriwoj-Rog“ in Eisleben zu Ehren des 50. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.
26.10.1917: „Dekret über den Frieden“ an alle kriegführenden Staaten, u. a. Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
27.10.1806: Napoleon I. zieht in Berlin ein. Der Zusammenbruch Preußens ist erfolgt.
27.10.1964: Willi Bredel gestorben.
28.10.1918: Aufstand in der deutschen Kriegsflotte gegen die Fortsetzung des Krieges durch einen Seekrieg gegen Großbritannien. Der Matrosenaufstand in Kiel beginnt.
28.10.1940: Das faschistische Italien überfällt Griechenland.