Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

Zur diesjährigen "Einschulung" schreibt uns Cornelia


A us B ildungs C hance - Nee, Recht

 
Hurra - weil unsre Enkel nicht mehr sind 
Kindergarten- sondern ein Schulkind? 
Stolz fühlen sie sich nun nicht mehr klein 
und schleppen auf dem Rücken ihr erstes Ränzelein.
 
Wieder sind Zwerge an diesem Tag darauf stolz, 
denn Saatgut will werden ein ganz besondres Holz. 
Wenn doch heut nur zwitscherten die Jungen, 
wovon wir Alten einst gesungen.

Großelterns 1. Schul- war einst der Weltfriedenstag,
als sie hatten die Arbeiter- und Bauernmacht.
Wurden gefeiert, nicht nur mit platten Reden,
sondern als die Knospe und wichtig für Jeden.
 
Geschworen hatten wir Jungen und Alten,
Frieden für immer euch und uns zu erhalten.
Mama und Papa, was habt ihr gemacht,
warum wir werden um den Schlaf gebracht?
 
In wessen Namen lernen wir lesen, rechnen und singen
sollen wir uns um deren Zukunft zwingen?
Oma, wer hat, gegen deine streichelnde Hand
uns zum Steigbügel halten des Würgers ernannt?
 
A B C heißen auch Waffen – ohne Wissen, sind unserer Tot!
Sagt‘s den Lütten, daß sie erfahren von der Welten Not.
Was wir, verdammt noch mal, haben nicht geschafft,
lernt von und mit uns, wie man es besser macht.
 
Wiegen wir die Weltenkinder immer wieder
und singen von weißen Taube ihnen Lieder.
Was Lenin vom Lernen und lernen hat gesagt,
Kinder - Zukunft gibt‘s nur in eurem Staat!
 
Glaub nicht alles, was man euch sagt,
braucht ihr Antwort, dann fragt, fragt, fragt!
Eins versprechen wir euch in die Hände,
nie wieder mehr nimmt das Lernen ein Ende.
 
So, das Ränzlein geschnappt und Zuckertüte auch,
lächelt für‘s Klassenfoto, so will‘s der Brauch
Freut euch aufs schlauer werden, auf Sport und Spiel,
die kleine und große Welt zu ändern, sei euer Ziel.
 
Eisenhüttenstadt, August 2022

Verfaßt von: LO Berlin-Brandenburg
Veröffentlicht: 8.8.2022
Zugriffe: 4051
Schlagwörter: Kultur
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