Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust.

Protestbrief der KPD Regionalorganisation Oder/Spree an die Botschaft der Republik Polen


Botschafter der Republik Polen 
Prof. ord. Dr. habil. Andrzey Przylebski Lassenstraße 19 – 21 
14193 Berlin – Grunewald

Eisenhüttenstadt, den 09. Juni 2019

Werter Herr Botschafter,

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“ Ihnen als ehemaliger Professor der Philosophie und Mitglied des Vorstands der Hegel Gesellschaft dürften die Auflassungsworte im Kommunistischen Manifest Ihres Kollegen, Dr. Karl Marx nicht unbekannt sein.

Ebenso Ihre Landsmännin, unsere hochverehrte Dr. Rosa Luxemburg, die das Wertvollste, was der Mensch besitzt, das Leben dieser Weltanschauung opferte so wie tausende Kommunisten das ihrige im Kampf gegen den deutschen Faschismus und für das polnischen Vaterland. Um so mehr sehen wir die derzeitige antikommunistische Umtriebe, die mit der Änderung des Strafgesetzbuch einem Verbot kommunistischer Aktivitäten und die Bestrafung der Zuwiderhandlung zur Staatsräson erheben will mit Befremden entgegen. Egal wie sich die jetzigen Machthaber die Geschichte Polens zu ihren Gunsten umdeuten will, nicht die Kommunisten haben Ihr Land in Schutt und Asche gelegt, Millionen versklavt und umgebracht – es war der deutsche Faschismus.

Wir, die Kommunisten der Welt verbitten uns die Verhöhnung der Opfer des Faschismus, in dem sie in einem Atemzug mit ihren Mördern genannt werden. Hammer und Sichel, die Arbeitsmittel der Arbeiter und Bauern verbieten, ihr Sehnen nach einer ausbeutungsfreien Gesellschaft, nach dem Himmel auf Erden? Das konnte, kann und wird kein Gesetz erreichen. Das Rad der Geschichte läßt sich nicht zurück drehen, wir Kommunisten halten es wie Goethes Prometheus und formen Menschen nach unserem Bilde. Weder Verbote noch Säbelrasseln können diese Welt am Leben erhalten .

Als proletarische Internationalisten protestieren die Kommunisten der BRD gegen die Verfolgung der Genossen der Kommunistischen Partei Polens und der Redaktion ihrer Zeitung „Brzask“, verlangen die sofortige Einstellung aller Strafverfolgungsmaßnahmen, Rehabilitation und Respektierung ihrer Mitglieder und Sympatisanten. Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und in Hoffnung der Übermittlung an die Regierung Ihres Landes verbleibt mit kommunistischen Gruß

und im Auftrag

Cornelia Noack,

Stellv. der Landesorganisation Brandenburg und Vorsitzende der Regionalorganisation Oder/Spree

der Kommunistischen Partei Deutschlands

Verfaßt von: LO Berlin-Brandenburg
Veröffentlicht: 10.6.2019
Zugriffe: 7469
Schlagwörter: Kommunismus
KPD-Landesorganisation

Berlin / Brandenburg


c/o Werner Hänsel
0170/1831495

ll.berlin.brandenburg
[at]k-p-d.org

Aktuelle Termine
Gedenktage / Ereignisse
26.10.1917: „Dekret über den Frieden“ an alle kriegführenden Staaten, u. a. Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
27.10.1806: Napoleon I. zieht in Berlin ein. Der Zusammenbruch Preußens ist erfolgt.
27.10.1964: Willi Bredel gestorben.
28.10.1918: Aufstand in der deutschen Kriegsflotte gegen die Fortsetzung des Krieges durch einen Seekrieg gegen Großbritannien. Der Matrosenaufstand in Kiel beginnt.
28.10.1940: Das faschistische Italien überfällt Griechenland.
29.10.1918: Gründung des Komsomol, des Jugendverbandes der späteren KPdSU.
29.10.1929: Beginn der verheerenden Weltwirtschaftskrise ausgehend von den USA infolge deren Spekulationswut an den Aktienmärkten.